Tausende Suchanfragen verzeichnet Google jeden Tag mit Stichwörtern wie „Trading System“, „Handelssystem“, „Technische Analyse“, was anzeigt, daß offensichtlich großer Bedarf besteht, automatisierte Handelssystematiken für die private Investmentstrategie anzuwenden. Natürlich antwortet Google mit ebenso vielen Suchergebnissen. Die große Frage jedoch ist, ob die Suchergebnisse den tatsächlichen Investmentbedürfnissen entsprechen.

statistikDas Problem, das viele Google-Sucher mit ihren Suchergebnissen haben ist folgendes: überall wird von großen Gewinnen gesprochen, eine Jahresrendite von x Prozent in Aussicht gestellt, eine Gewinnkurve gezeichnet, die wie mit dem Lineal gezogen aussieht. Aber was bedeutet das nun konkret, wenn man den Empfehlungen eines solchen Trading Systems handeln möchte:

wieviel Kapital muß ich haben, wie hoch ist mein monatlicher Gewinn, mit welchem maximalen Verlust muß ich rechen und wie oft muß ich denn überhaupt handeln? Alle paar Monate, wöchentlich oder täglich oder gar stündlich? Wichtiger als alle Performancedaten – auf die wir in unserem nächsten Punkt ohnehin eingehen – sind also Angaben darüber, ob es für den individuellen Anleger überhaup Sinn macht, nach einem System zu handeln und speziell natürlich, nach dem hier angebotenem System. Wir möchten Ihnen deshalb hier die wichtigsten Charakteristika übersichtlich zusammenstellen, auf die Sie sich einstellen sollten, wenn Sie unser System handeln wollen:

Gehandelte Märkte: Das Cobra System handelt den DAX Performanceindex, wobei es für die Signalgenerierung den DAX-Future zu Grunde legt*.

Handelsinstrumente: Die Handelssignale des Cobra Systems können Sie mit unterscheidlichen Handelsinstrumenten umsetzen. In unserem Musterdepot arbeiten wir mit konkreten Empfehlungen für Hebelzertifikate. Sie erfahren die Wertpapierkennnummer und den genauen "Stop Buy" Kurs zum Einstieg bzw. den Stopkurs zum Ausstieg. Die Signale lassen sich jedoch auch mit CFDs oder direkt mit dem DAX-Future umsetzen. Unterschiedlich ist hier jeweils das einzusetzende Kapital (Sicherheitsleistung bei CFDs und DAX-Future).

Zeithorizont: Das Cobra System ist für kurzfristiges Trading ausgelegt auf Sicht von einigen Handestagen (Durchschnittlich Haltedauer eines Trades ist ca. 5 Tage). Es handelt sich aso nicht um ein Daytrading System. Das System läßt sich handeln, indem Sie jeden Morgen die entsprechenden Orders bei Ihrem Broker platzieren. Ein Beobachten des Marktes während des Tages ist nicht erforderlich (deshalb ist es ja wie erwähnt auch zum "Traden als Nebenberuf" gut geeignet).

Risikomanagement: Jeder Trade ist neben einem Einstiegskriterium auch durch Stops und Kursziele definiert. Das Chance/Riskio Verhältnis beträgt etwa 2, d.h. die Gewinne sind im Durchschnitt doppelt so hoch wie die - unvermeidlichen - Verluste.

Voraussetzungen: Für das Handeln mit Hebelzertifikaten sind keine besonderen Voraussetzungen erforderlich. Einen Orderauftrag nimmt Ihre Hausbank entgegen. Für das Handeln von CFDs benötigen Sie ein Konto bei einem CFD Broker oder Market Maker.

*Achtung: ein weit verbreiteter Logik-Fehler bei vielen Handelssystemen liegt darin, daß zur Signalberechnung der DAX-Index und nicht der DAX-Future herangezogen wird. Der Eröffnungskurs des DAX Index wird jeden Tag um 9:00:15 morgens berechnet, unabhängig davon, wie viele der 30 DAX-Aktien zu diesem Zeitpunkt überhaupt schon gehandelt werden. Wird eine Aktie noch nicht gehandelt, fliesst in die DAX-Berechnung einfach der Schlusskurs des Vortages ein, und genau hier liegt das Problem: an Tagen, an denen eine starke Kursbewegung zur Eröffnung zu erwarten ist, hat der Handel in den meisten DAX-Komponenten zum Zeitpunkt der ersten DAX-Berechnung nämlich noch überhaupt nicht begonnen, und dementsprechend eröffnet der DAX, gemessen am Ausmass der tatsächlichen Bewegung aufgrund der echten Eröffnungskurse seiner Komponenten, auch viel zu nahe an seinem Vortagesschluss. Aus diesem Grund ist es systematisch einfach völlig unsauber, ein Handelssystem auf Grundlage dieser Kurse aufzubauen.